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Tv als Beziehungskiller

Warum Fernsehen der Beziehung schadet

Romantik aus der Röhre

Zuviel Fernsehen kann der Beziehung ernsthaft schaden. Das fand der Kommunikationswissenschaftler Dr. Jeremy Osborn vom Albion College im US-Bundesstaat Michigan in einer Studie mit über 390 verheirateten Paaren heraus.

Dabei geht es jedoch nicht um die Quantität des Fernsehens, sondern darum, wie TV-Serien unsere Auffassung von Romantik und einer erfüllenden Liebe beeinflussen.

Zwischen Realität und Fiktion

Um das herauszufinden, befragte Osborn die Teilnehmer seiner Studie zu ihrer aktuellen Beziehung. Dabei ging es unter anderem um Zufriedenheit, Erwartungen und Engagement. Daneben mussten die Probanden ihre Einschätzungen zur Glaubwürdigkeit der Darstellung von Liebe und Romantik in TV-Serien abgeben.

Pro fiktive Liebe = kontra eigene Beziehung

Nach der Auswertung der Antworten stand fest: Je mehr sich die Befragten für die Liebe auf der Mattscheibe begeistern konnten, desto kritischer sahen sie ihre eigene Beziehung. “Menschen, die besonders an die Darstellungen im Fernsehen glauben, fühlen sich ihrem Partner weniger verbunden und stufen die Alternativen als ziemlich attraktiv ein”, erklärt Osborn.

TV-Romanzen bestärken Negativität

Außerdem stellte Osborn fest, dass die TV-Romantik-affinen Teilnehmer auch die “Kosten” für ihre Beziehung als besonders hoch einschätzten, also zum Beispiel den durch die Beziehung entstandenen Freiheits- und Zeitverlust oder die unattraktiven Seiten des Partners.

Immenser Einfluss durch mediale Bilder

“Wir leben in einer Gesellschaft, die sich mit medialen Bildern aus dem Fernsehen und Internet geradezu überschüttet. Viele bemerken überhaupt nicht, wie sehr sie diese imaginierten Bilder in der Realität beeinflussen”, sagt Osborn. In Zukunft also lieber häufiger dem Partner als dem Fernseher zuwenden. Denn eigentlich ist der ja ziemlich attraktiv, aber vor allem real.

Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/mpires/6025721804/”>http://www.flickr.com/photos/mpires/6025721804/
Copyright by: Miguel Pires da Rosa

Autor: Afra Lindström
Afra Lindström (29) heißt nicht nur so, sondern hat in der Tat schwedische Wurzeln. Macht sie das allein schon sympathisch, sammelt sie in der FriendScout24-Redaktion regelmäßig Pluspunkte mit selbstgebackenen Köstlichkeiten. Die bringt sie mitunter selbst dann in der Redaktionsstube vorbei, wenn sie gar keinen Dienst hat.


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